Palliativnetz Neckar-Bergstraße


Palliativnetz Neckar-Bergstraße gegründet

Nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitungen mit mehreren gemeinsamen Treffen war es am 1. Juli 2008 soweit: Mehrere Sozialstationen und Seniorenheime sowie ambulante Hospizinitiativen aus dem Raum Neckar-Bergstraße haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen, um in diesem Gebiet nach den neuen gesetzlichen Vorgaben eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung in die Praxis umzusetzen.

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen. (Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses)

Leiden lindern
Patienten, die von einer unheilbaren Krankheit betroffen sind, leiden oftmals an Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Angst und Verwirrtheit. Ihre Lebensqualität wird außerdem meist durch psychische und soziale Sorgen sowie spirituelle Fragen geprägt.

Die meisten Menschen wünschen sich, das Lebensende zu Hause bzw. in der ihnen vertrauten Umgebung verbringen zu können – schmerzfrei und möglichst mit wenigen krankheitsbedingten Begleiterscheinungen.

Qualifiziertes Versorgungsangebot
Diesen Wünschen möchten die Teilnehmer des „Palliativnetzes Neckar-Bergstraße“ nachkommen. Um eine qualitativ hochwertige Versorgung anbieten zu können, sind gemeinsame Qualitätszirkel, Fortbildungen, einheitliche Formulare und Dokumentationen sowie eine ständige Rufbereitschaft unter Abstimmung der jeweiligen Dienstpläne vorgesehen. Daher stellt der Verbund auch ein großes Team bestehend aus examinierten Krankenschwestern und –pflegern, Gesundheitspfleger/-innen sowie Altenpfleger/-innen mit einer anerkannten Zusatzqualifikation in Palliative Care für die professionelle Betreuung und Begleitung.

Auch ehrenamtliche Hilfe kommt an
Die ambulanten Hospizdienste stehen wie schon seit Jahren mit ihren ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfern, insbesondere für die psychosoziale Begleitung und Beratung im Netzwerk zur Verfügung.

Eine zentrale Anlaufstelle für die Region
Das Palliativnetz soll für die niedergelassenen Ärzte, Palliativmediziner, Schmerztherapeuten und Krankenhäuser zu Fragen der ambulanten pflegerischen Versorgung, sozialen Betreuung und spirituelle Begleitung von palliativ zu betreuenden Patienten eine zentrale Anlaufstelle in dieser Region sein. Von hier werden die erforderlichen bzw. gewünschten Versorgungsangebote koordiniert und umgesetzt.

Die Initiatoren des Palliativnetzes sind:
- Evangelische Sozialstation Nördliche Bergtrasse e. V., Hemsbach
- Katholische Sozialstation Weinheim e. V.
- Kirchliche Sozialstation Schriesheim e. V.
- Kirchliche Sozialstation „Unterer Neckar“ e. V., Ladenburg
- Johanniter-Pflegezentrum im Seniorenstift „Heinrich-Vetter“, Ilvesheim
- Seniorenheim „Johanniter-Haus am Waldpark“, Ladenburg
- Seniorenheim Rosengarten, Ladenburg
- Seniorenheim „Haus Stammberg“, Schriesheim
- Ökumenische Hospizhilfe Weinheim e. V.
- Ökumenischer Arbeitskreis Hospiz- und Trauerbegleitung Edingen-Neckarhausen

Diese Einrichtungen haben selbst oder deren Träger schon seit Jahrzehnten Erfahrung in der Versorgung Schwerkranker und der Begleitung Sterbender.

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Vorstände, Geschäftsführer und Pflegedienstleitungen nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Foyer des Seniorenheims Johanniter-Haus am Waldpark, Ladenburg

Eine Basis für interdisziplinäre Kooperation
Mit der Kooperation schaffen die genannten Dienste und Einrichtungen beste Voraussetzungen für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Ärzten und weiteren Partnern zur Versorgung Schwerstkranker.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Kontaktadressen:
- Rainer Näher, Kirchliche Sozialstation Schriesheim, Tel.: 06203/692520
- Jörg Mütsch, Kirchliche Sozialstation „Unterer Neckar“, Tel.: 06203/92950
 

 

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